Pringles-Phänomen: Milliarden mit Geschmacksverstärkern und Kartoffelmehl

Vor einigen Jahren habe ich angefangen, Pringles-Dosen zu sammeln. Nicht weil mir die Chips besonders gut schmecken, sondern weil ich vom aufwändigen Marketing für diesen Snack aus aufgeschäumten Kartoffelpüreepulver beeindruckt war und immer noch bin: Aus einer der billigsten Zutaten macht Diamond Foods (das Unternehmen hat Pringles 2011 für 2,35 Milliarden Dollar von Procter & Gamble übernommen, gehört aber selbst größtenteils zum P&G-Mischkonzern) mithilfe von TV-Werbung, absurden Geschmacksrichtungen, ständig neuem Verpackungsdesign und drei Geschmacksverstärkern (Mononatriumglutamat, Dinatriumguanylat, Dinatriuminosinat) ein globales Milliarden-Dollar-Geschäft. Ich finde, das muss man erstmal anerkennen! Den Rest des Beitrags lesen »

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7 Maßnahmen, um den neuen Park Gleisdreieck zu retten

1. Nachts verschließen

Vandalismus passiert in der Nacht. Baulich ist der Park gut abzugrenzen und zu sichern. Es ist daher unverständlich, warum man keine Tore eingebaut hat, die nachts (etwa zwischen 24 Uhr und 6 Uhr) verschlossen werden, um nächtliche Beschädigungen in den neuen Anlagen und den Erlebnisgärten zu verhindern.

2. Zentralen Wachtposten einrichten

An einem der Eingänge, etwa Yorkstraße, hätte ein einfaches Wachthäuschen für „Park Ranger“ (Mitarbeiter des Ordnungsamtes oder eines Projekts, das eng mit Ordnungsamt und Polizei zusammen arbeitet),  eingerichtet werden müssen, das zugleich als sichtbare Kontrolle, Informations- und Ansprechpunkt für alle Besucher und Mitgestalter des Parks dient.Von hier aus müssten am Tage und in der Nacht Kontrollgänge erledigt werden. Den Rest des Beitrags lesen »

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Familienzwist am höchsten Feiertag

In Berlin gibt es jedes Jahr zwei Homoparaden und das ist okay

Gegensätzlichen Auffassungen davon, wie man den höchsten Feiertag aller Lesben, Schwulen, Trans- und Bisexuellen „würdig“ begeht, führten in Berlin zu einer fortgesetzten Spaltung der Szene. Und so darf sich die Stadt auch in dieser Hinsicht rühmen, von allem zwei zu haben: Zwei Flughäfen, zwei Zoos, zwei Rathäuser und eben zwei CSDs. Aber fangen wir von hinten an…

Sie sehen den Autor (links) mit dem Opfer seiner Politaktion auf dem Kreuzberger CSD

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Unverstandene Zeichen

Beim Goldstar trinken in Tel Avivs angesagtem Wohnviertel Florentine fand ich heraus, dass israelische Lesben die Doppelaxt als emanzipatives Symbol der Frauen-/Lesbenheit nicht kennen. Sie kannten es nicht nur nicht, sie fanden es auch viel zu barbarisch. Das Erkennungszeichen, das hierzulande gern als Anhänger um den Hals getragen oder in die Haut graviert wird, ist dort das Einhorn, wie die Abbildung eines entsprechenden Comic-Covers belegen soll:
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Gemütlich deftig: Der Neue Bamberger Reiter

Schwere Samtvorhänge, goldene Bilderrahmen vor Spiegelwänden und ein Kronleuchter im Zentrum drapierter Stoffbahnen, alles gehalten in Weinrot, Altrosa und Apricot – das ist der überbordende Gastraum des „Neuen Bamberger Reiters“ in Schöneberg. Man ahnt: Jede Sekunde könnte hier eine Dragshow beginnen und es würde nicht einmal auffallen. Geboten wird traditionelle Küche zu angesichts großzügigster Portionen günstigen Preisen. Allein schon die auf Kosten des Hauses servierten Vor-Vorspeisen, bestehend aus feinpüriertem Thunfisch-Oliven-Aufstrich und einem Frischkäse-Kümmel-Mus, waren so umfänglich, dass zwei Mal warmes Brot und Mürbeteigkräcker nachbestellt werden mussten. Trotzdem blieb genug übrig, um den Kellner zu bitten, die Reste einzupacken. Auch die eigentliche Vorspeise in Form einer Tomatenrahmsuppe kam für 4 Euro in einer kellertiefen Terrine und mit Sahnehäubchen. Da es keine Tageskarte gibt, muss die normale Speisenkarte ausreichen, die Gerichte in Kategorien wie Schnitzeliges, Deftiges oder Spezielles ausweist. Außerdem werden Steaks und Fischgerichte angeboten sowie Vorspeisenteller für zwei Personen wie jener á la „Hamburg“ (Shrimps, Gambas, Lachs) oder welcher á la „Italia“, mit Parmaschinken, Palm- und Artischockenherzen für je 16,80€. Das „Matambre“ für 12,90 Euro bestand aus drei Scheiben einer mit Ei, Spinat und Möhren gefüllten Riesenroulade, dazu gab es Reis und eine letscho-eske Tomatensoße. Die üppige Poulardenbrust für nur 9,80 Euro lag – ebenfalls mit Reis – in einem leider überwürzten, klebrigen Weißwein-Kräuter-Sud. Ein gigantischer Nachspeisenteller mit roter Grütze, weißem und braunen Schokoladenschaum sowie frittierten Apfelscheiben fand für 13 Euro an den Tisch. Fazit: Hierher kommt man mit Bärenhunger auf traditionelle Küche, aber vor allem wegen des schwülstigen Ambientes und der liebenswürdigen Bedienung.

Hier geht’s zur Webseite: Neuer Bamberger Reiter

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Das wäre mal eine Idee für Berlin!

(Gesehen im April in Wien)

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Bitte benutzen Sie den Hintereingang!

Neulich hat mich eine Bekannte gefragt, wann ich endlich meinen Freund heirate. Dabei kann ich das gar nicht, ich kann ihn nur zu meinen Lebenspartner machen. Der Unterschied ist nicht mehr riesig, sondern fein und erinnert an das Schild neben Treppenaufgängen öffentlicher Gebäude: „Behinderte benutzen bitte den Nebeneingang“. Es gibt für Lesben und Schwule in Deutschland eben keinen verfassungsmäßigen Anspruch auf die Ehe, die eingetragene Lebenspartnerschaft ist eine Art willkürlicher Gnadenakt, eine Sonderregelung, die eine Schlechterstellung in steuerlichen Fragen, Angehörigen- und Adoptionsrechten nach sich zieht. Den Rest des Beitrags lesen »

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Rosa Tag im Heide Park: Totaler Reinfall

Ich war mit meinem Freund zum „Rosa Tag“ extra aus Berlin angereist, weil wir so etwas vom Universal Themenpark in den USA kannten. Leider kein Vergleich: Statt eines Meeres aus Regenbogenflaggen am Eingang klebte nur eine winzige Fahne am Gitter im Eingangsbereich. Statt eines großen Begrüßungsbanners im Eingangsbereich, auf dem Lesben, Schwule und die Regenbogenfamilien begrüßt werden würden, wurde das Event mehr oder weniger totgeschwiegen. Man hatte den Eindruck, der Park nimmt dieses Klientel gern mit, aber will auf keinen Fall andere abschrecken. So dass auch viel „normale“ Besucher gar nicht wussten, dass heute der Rosa Tag war und wir beim Stunden lagen Warten vor den mehr oder weniger guten Fahrattraktionen mehrfach angesprochen wurden, was denn der rosa Aufkleber zu bedeuten hätte. Besonders unschön fand ich, dass wir gleich auf dem Parkplatz mit gegrölten: „Ey, Du Schwuchtel“ begrüßt wurden von einer Gruppe retardierter Landeier. Den Rest des Beitrags lesen »

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Bahnfahrers Qual: Und ewig stocken die Durchsagen…

Ich habe eine Bahncard50 und nutze sie hin und wieder, weil ich denke, dass es das umweltfreundlichste Verkehrsmittel ist und man mehr Bahn fahren sollte. Aber bei längeren Strecken machen mir Details den Aufenthalt in der Bahn zum Albtraum. Alles was ich will ist schnelle Fortbewegung und die Möglichkeit, im Zug zu lesen oder zu arbeiten. Ich kritisiere nicht die häufigen Verspätungen (etwa von Berlin-Südkreuz), die zugigen Bahnhöfe, nicht die hohen Preise, allein den hohen Stressfaktor, den eine Fahrt in der 1. Klasse in einem deutschen ICE birgt. Ich verstehe nicht, warum die Bahn diese Kleinigkeiten, die mit Sicherheit viele Menschen von diesem Verkehrsmittel abschrecken, nicht in den Griff bekommt wie… Den Rest des Beitrags lesen »

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Pringles-Werbekampagne: Kunden werden verschaukelt

In den flotten Fernsehspots freuen sich Pringles-Esser darüber, dass jetzt genau 90 Chips in jeder Packung sind. Wie schön für sie. Leider schmecken diese 90 Kartoffelscheibchen nicht mehr so voll und mehlig, weil sie viel dünner geworden sind. Stattdessen dominiert jetzt der Geschmack des Frittierfetts. Der Hintergrund: In den letzten Jahren wurde der Inhalt der bunten Dosen immer weniger: Waren die vergleichsweise teuren Chips 2006 noch 200 Gramm schwer, sind es seit der letzten Einsparungskampagne nur noch 165 Gramm je Dose. Pringles mit „Extrem“-Geschmack enthalten sogar nur 150 Gramm. Woher ich das weiß? Ganz einfach, weil ich seit Jahren leere Pringels-Dosen sammle, wegen der vielen Designs aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Es folgen Verpackungsfotos, die den kontinuierlichen Schwund belegen. Dass die Verbraucher gerade in Deutschland statt auf die Qualität vor allem auf den Preis dessen achten, was sie vertilgen, ist ja leider hinlänglich bekannt. Trotzdem ist es schon eine Unverschämtheit von Procter & Gamble, in der Werbung ausgerechnet die hohe Menge seiner Chips anzupreisen, während die Zutaten reduziert werden. Man hätte ja auch geschmackliche Vorzüge oder ähnliches in den Vordergrund stellen können! Mehr Wissenswertes über die dreisten Lügen der Lebensmittelindustrie erfährt man bei foodwatch.

Pringels von 2006, noch mit 200 Gramm fett machenden Inhalts.

Über 180 Gramm geht es dann schnurstracks....

... runter auf 170 Gramm, um dann pünktlich zur 90-Stück-Werbekampagne

bei 165 Gramm anzukommen. Danke für die Verkackeierung, Procter & Gamble!

Darf's noch ein bisschen weniger sein? Dann emfpehle ich Pringles "Extrem" mit 150 Gramm. Quasi die Diät-Packung.

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