Ein Hauptwiderspruch zwischen „Das Richtige wollen“ und „Das Richtige tun“ ist hiermit gelöst: Engagieren Sie sich einfach per Klick! Das kostet nichts, geht von zuhause aus und zu jeder Tages- und Nachtzeit. Noch viel besser: Es ist anonym. Das heißt, trotz Angst vor Jobverlust oder der Rache des politischen Gegners können Sie sich im Privaten eine eigene, imperfekte Meinung erlauben. Ich bin ganz begeistert und empfehle Ihnen, so schnell wie möglich auf die Seite von Campact zu wechseln, der Initiative für Kampagne und Aktion (sie selbst nennen es natürlich Campaign und Action). Die Inhalte sind allesamt unterstützenswert, von Atomkraft, über Genfraß bis zur Bahn reicht das Themenspektrum. Noch dazu kommt alles in einem frischen Gewand ohne ideologischen Ballast daher. Wer sich jetzt nicht mehr engagiert, dem fehlt eine vernünftige Ausrede.
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So würde Bahnfahren besser
Nachdem ich kürzlich wieder mit der Bahn gefahren bin, möchte ich hier 10 Vorschläge machen, wie die Bahn ihre Attraktivität steigern könnte. Einige davon wären ohne viel Geld umzusetzen und würden nur etwas Godwill, Vernunft oder Engagement bei den Verantwortlichen erfordern. Aber gerade das sind offfenbar die kostbarsten respektive seltensten Güter bei Bahnvorständen…
- Espresso anbieten statt Filterkaffee – am besten in Kooperation mit einer Kette wie Caras oder Einstein
- Bei der Sitzplatzreservierung die Fahrtrichtung berücksichtigen, so dass der Fahrgast (wenigstens bis zu einem Fahrtrichtungswechsel) einen Platz asuwählen kann, der seinem Fahrtrichtungswunsch entspricht. Dadurch würden auch die reserrvierten Plätze besser auf den gesamten Zug verteilt – im Moment ballen sich alle Reservierungen in einem Teil des Zuges.
- Durchsagen beschränken auf die Ansage des nächsten Bahnhofs in Deutsch und Englisch, am besten vom Band oder durch prominente Vertreter des nächsten Halts, zum Beispiel des Bürgermeisters oder des Landesherren. Delmenhorst sollte von Sarah Connor angekündigt werden usw.. Weitergehende Infos werden im Einzelfall mündlich vom Schaffner gegeben, aber nicht mehr komplett durchgesagt, um die Nerven der Reisenden zu schonen. Den Rest des Beitrags lesen »
10 Gründe warum Bahnfahren so gräßlich ist
Bahnfahren ist gräßlich wegen…
1. unendlich langer Durchsagen mit Tausend Anschlüssen über viel zu laut eingestellte, knisternde Lautsprecher, zunächst auf Deutsch dann in Englisch und mit langen Pausen zwischen jedem Wort. Nicht zu vergessen die bei jeder Station vorgebrachten Hinweise auf noch Stunden entfernte Ereignisse wie „Zugteilung in Hamm/Westfalen…“
2. lauten Zeitungsumschlagens und dank hunderter Laptops und nervösem Getippe einer Atmosphäre wie in einem Großraumbüro.
3. Lichtschranken gesteuerten Türen, die ständig aufgehen, wenn sich ein Fahrgast bewegt, der das Unglück hat, davor zu sitzen.
4. des Kampfes um knappe Steckdosen und Tische für optimalen Laptopeinsatz.
5. der Gangplätze, an denen sich vorbei wankende Passagiere festhalten, die randvolle Tassen mit heißem Kaffee balancieren.
6. der Kinder, die von ihren Eltern dazu angehalten werden, immerzu schreiend vor und zurück durch den Gang zu rennen.
7. der zu knapp bemessen Sitzabstände in Abteilwagen, in denen man leicht mal das Knie des Gegenübers im eigenen Schoss spürt. Aber auch wegen der schlechten Luft, schlechten Stimmung und dem Fehlen der Möglichkeit, den Blick schweifen zu lassen, ohne jemanden anzuglotzen oder angeglotzt zu werden.
8. des Wochenendes: Zweite Klasse voll mit feixenden, Bier trinkender Soldaten in Kampfmontur, erste Klasse voll mit laut und energisch sich über die deutsche Politik beklagender Geschäftsleute.
9. des teuren, schlechten Löskaffees und dem schlechten, halbkalten Essen aus der Mikrowelle. Selbstverständlich ist nie eines der eben erst per Durchsage beworbenen Sonderangebote verfügbar.
10. des langen Wartens im Stehen auf zugigen Bahnhöfen, bei dem man sich im Winter schnell erkältet, weil es keine Wartehallen mehr gibt.
Buchtipp zum Thema: „Senk ju vor träweling – Wie Sie mit der Bahn fahren und trotzdem ankommen“ von









